Schwermetalle ausleiten: warum dein Körper eigentlich nur Mineralien braucht
Vielleicht hast du in letzter Zeit immer öfter von Schwermetallen gelesen, von Belastungen, die müde machen, den Kopf vernebeln und die Hormone durcheinanderbringen, und vielleicht hast du dich gefragt, ob das auch bei dir ein Thema sein könnte. Das ist kein Zufall und auch keine reine Panikmache, denn das Thema ist tatsächlich so groß geworden, weil wir heute in einer Welt leben, in der diese Metalle praktisch überall sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch du ein Schwermetallproblem hast, ist sehr hoch.
Ich möchte dir zeigen, warum Schwermetalle gerade jetzt so ein großes Thema sind, warum sie sich ausgerechnet dort festsetzen, wo deinem Körper etwas fehlt, was es für dich und sogar für deine Kinder bedeutet, wenn sie nicht ausgleitet werden, und warum die beliebten Detox-Kuren mit Chlorella, Spirulina und Co. oft das Gegenteil von dem bewirken, was du dir erhoffst.
Warum Schwermetalle heute fast jeden betreffen
Fangen wir bei der Frage an, die du dir vielleicht stellst: Warum sind Schwermetalle und Toxine überhaupt ein Thema? Die nüchterne Antwort lautet, dass wir heute den höchsten Belastungen ausgesetzt sind, die es in der bekannten Geschichte je gab. Teilweise mehrere tausend Mal höher als noch vor wenigen hundert Jahren, und der Hauptgrund dafür ist schlicht die Industrialisierung. Diese Metalle stecken in der Luft, im Wasser, in alten Leitungen, in manchen Kosmetika und über belastete Böden auch in unserem Essen, und das oft, ohne dass wir es ahnen.
Das Tückische daran beschreibt der Mineralienforscher Dr. Henry Schroeder sehr treffend: Die meisten organischen Stoffe werden von der Natur mit der Zeit abgebaut, doch kein Metall ist abbaubar, sie bleiben also für sehr lange Zeit. Was einmal drin ist, verschwindet nicht von allein, und genau deshalb sammelt sich über die Jahre etwas an, das uns in früheren Generationen in dem Ausmaß so noch nicht begegnet ist.
Verstärkt wird das Ganze noch dadurch, dass unsere Böden und damit unsere Lebensmittel heute viel weniger Mineralien enthalten als früher. Und hier liegt schon der erste Hinweis auf den eigentlichen Kern: Ein Körper, der gut mit Mineralien versorgt ist, ist gegen diese Metalle deutlich besser geschützt, denn er greift gar nicht erst auf die schlechten Ersatzbausteine zurück.
Warum sich Metalle genau dort festsetzen, wo Mineralien fehlen
Jetzt kommt der Punkt, der fast alles erklärt und den die meisten Beiträge zum Thema komplett auslassen. Schwermetalle lagern sich nämlich nicht zufällig irgendwo ab, sondern setzen sich ganz gezielt an die Stellen, an denen deinem Körper der eigentlich vorgesehene Mineralstoff fehlt.
Stell dir deinen Stoffwechsel wie Millionen winziger Schlösser vor, und jedes davon braucht den passenden Schlüssel, um sich zu öffnen, also einen ganz bestimmten Mineralstoff. Ist der richtige Schlüssel gerade nicht da, lässt dein Körper das Schloss aber nicht einfach zu, denn dann würde diese Funktion komplett ausfallen, und stattdessen greift er zum nächstbesten ähnlichen Schlüssel, der zwar ins Schloss passt, es aber nur halb öffnet. Genau diese Notlösungen sind oft die belastenden Schwer- Metalle, die einspringen, wenn die guten Bausteine fehlen, damit der Laden überhaupt weiterläuft, nur eben deutlich schlechter. Teilweise haben Enzyme, die auf Schwermetalle zurückgreifen nurnoch 10% oder weniger ihrer eigentlichen Kapazität.
Beispiel: Fehlt Calcium oder kann es nicht richtig verwertet werden, kann Blei seinen Platz im Knochen einnehmen, und der Knochen bricht dadurch nicht zusammen, er wird aber spröder und weniger stabil. Und dort, wo eigentlich Zink gebraucht wird, kann Cadmium einspringen, was unter anderem deine Stressachse und dein Energielevel beeinflusst. Das Metall ist also nicht der ursprüngliche Übeltäter, sondern eher, dass dein Körper auf ein Notpflaster zurückgreifen muss, das dein Körper aus Mangel an dem passenden Mineral nutzen muss. Wer das verstanden hat, ahnt schon, warum bloßes Herausziehen so wenig bringt: Solange der eigentliche Baustein fehlt, klebt dein Körper sofort das nächste Notpflaster.
Was passiert, wenn die Metalle einfach liegen bleiben
Hier wird es für dich als Frau besonders wichtig, denn diese eingelagerten Metalle bleiben nicht nur dein Thema. Belastende Metalle wandern während der Schwangerschaft direkt durch die Plazenta von der Mutter zum Kind, und genauso werden auch fehlende Mineralien, also der eigentliche Mangel dahinter, weitergegeben. Das Kind kommt damit schon mit einer Startausstattung zur Welt, die es sich nicht ausgesucht hat, und das ganz ohne Fehler in den Genen, einfach weil es übernommen hat, was im Körper der Mutter vorhanden war. Mehr zum Thema Kupfertoxizität vererben findest du hier.
Das klingt erst einmal schwer, ist aber eigentlich eine große Chance. Frauen, die ihren Mineralhaushalt schon vor und während der Schwangerschaft ins Gleichgewicht gebracht haben, berichten immer wieder, dass ihr Baby ausgeglichener war, eine schönere Hautfarbe hatte und weniger mit Verdauung und anderen kleinen Anfangssorgen zu kämpfen hatte als die Geschwister (vor dem Mineral Balancing) davor. Was du also heute für deinen eigenen Mineralhaushalt tust, gibst du eines Tages nicht als Belastung, sondern als gute Grundlage an deine Kinder weiter, und das ist eine der schönsten Seiten dieser ganzen Arbeit.
Warum Chlorella, Spirulina und Detox‒Kuren oft mehr schaden
Und jetzt zu dem Punkt, der dich vielleicht überrascht, weil er gegen fast alles läuft, was in den sozialen Medien empfohlen wird. Die populären Helfer, mit denen man Schwermetalle „ausleiten" soll, also Chlorella, Spirulina, Korianderextrakte und ähnliche Mittel, gehören zu den sogenannten Chelatbildnern, das sind Stoffe, die Metalle im Körper binden und mitnehmen um sie auszuleiten. Das klingt erst einmal genau nach dem, was du willst, hat aber einen Haken, den kaum jemand erwähnt.
Das Problem mit allen Chelatbildnern ist, dass sie nicht sauber unterscheiden, und so nehmen sie bei der Aktion eben nicht nur die belastenden Metalle mit, sondern auch kleine Mengen deiner wertvollen, lebenswichtigen Mineralien. Bei jemandem, der rundum bestens versorgt ist, wäre das vielleicht zu verkraften, aber genau das sind heute die wenigsten von uns, und so reißt man sich mit jeder gut gemeinten Kur weitere Lücken in einen ohnehin schon knappen Mineralhaushalt. Und du erinnerst dich an den zweiten Abschnitt: Je leerer diese Stellen werden, desto eher setzt sich dort das nächste Metall fest. So dreht sich das Rad oft schneller statt langsamer.
Dazu kommt, dass solche Mittel die Metalle eher grob und wahllos lösen, statt der natürlichen Reihenfolge deines Körpers zu folgen, und dann lagern sich auf diesem Weg gelöste Metalle gern an anderer, empfindlicher Stelle wieder ab oder kehren nach einer Weile einfach zurück. Du spürst dann vielleicht kurz einen Effekt, aber die Wurzel bleibt unberührt, und manche fühlen sich nach so einer Kur sogar ausgelaugter als vorher.
Warum es nur in der richtigen Reihenfolge funktioniert
Wenn die Metalle eine Notlösung für fehlende Bausteine sind, dann liegt der eigentliche Weg auf der Hand: Es geht nicht darum, mit Gewalt etwas herauszuziehen, sondern darum, deinem Körper die richtigen Mineralien zurückzugeben, damit er die Notlösung von ganz allein nicht mehr braucht und das Metall in seinem eigenen Tempo wieder loslässt.
Und dein Körper hat dabei tatsächlich eine feste eigene Reihenfolge und einen eigenen Zeitplan, in dem er die weniger geeigneten Metalle gegen die passenden Bausteine austauscht, fast so wie ein Motor, der sich an ein schlechtes Ersatzteil gewöhnt hat und nach dem Einbau des Originalteils erst wieder rundlaufen muss. Wird dieser Austausch planlos und zu schnell von außen angestoßen, gerät er ins Stocken, während er in der richtigen Reihenfolge sanft und ohne diese Rückschläge ablaufen kann. Genau deshalb braucht es kein wahlloses Pülverchen, sondern einen Plan, der zu deinem Körper passt.
Diesen Plan liefert die Haarmineralanalyse, also eine Auswertung deiner Mineralien und belastenden Metalle über das Haar, die im Gegensatz zum Blutbild auch die Lager im Gewebe über mehrere Wochen sichtbar macht. Erst wenn man sieht, welche Bausteine dir fehlen und in welchem Verhältnis dein Mineralhaushalt steht, lässt sich überhaupt sagen, in welcher Reihenfolge dein Körper die Metalle loslassen kann, und genau das ist der Kern von Mineral Balancing. Alles andere, von gefiltertem Wasser über bewusstere Ernährung bis zu mehr Ruhe, ist sinnvoll und entlastet ein Stück weit, aber es bleibt ein netter Nebeneffekt, solange die eigentliche Landkarte fehlt.
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Wenn du nach diesem Beitrag das Gefühl hast, dass Kupferüberschuss-Symptome bei dir eine Rolle spielen könnten, dann lohnt sich ein genauer Blick. Viele Frauen finden über das Thema Kupferüberschuss zum ersten Mal eine Erklärung für ihre Beschwerden. Die Verbindung zwischen Kupfer, Hormonen und Pille, das Kupfer-Zink-Verhältnis und das, was eine Haarmineralanalyse über Kupfer im Körper zeigt, sind keine Randthemen. Sie sind oft genau der Punkt, an dem sich entscheidet, ob du in deine Kraft zurückkommst oder weiter im Nebel suchst.
Quellen
Die fachlichen Hintergründe in diesem Beitrag stützen sich auf das Standardwerk zum Nutritional Balancing und zur Haarmineralanalyse von Dr. Lawrence Wilson (in der Tradition von Dr. Paul Eck). Das im Text genannte Zitat zur Beständigkeit von Metallen stammt von dem Mineralienforscher Dr. Henry A. Schroeder, MD, und ist dort wiedergegeben.
Beitrag von Elina Schwarz | Green Healing - Ernährungsberatung & ganzheitliche Hormongesundheit